L10K
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34th International Runners Decathlon 2017
− Hengelo −
Press reports and stories

Internationaler Läuferzehnkampf Hengelo - Blog des OSC Potsdam

(siehe auch www.osc-leichtathletik.de)

Wie jedes Jahr nehmen wir mit einer kleinen aber feinen Gruppe am Läuferzehnkampf teil. Dieses Jahr treffen sich wieder über 100 Läufer aus vielen Teilen der Welt, um sich über 10 Laufstrecken, von 60m bis 10.000m, zu messen. Hier geht es aber nicht nur um den sportlichen Teil, sondern hier trifft man auch viele Freunde und Bekannte, die das „L10k-Fieber“ gepackt hat. Unsere bunt gemischte Truppe besteht dieses Jahr aus „alten Hasen“ (Sven, Jutta, Julian, Ute und Tatjana) die schon mindestens einen L10K (manche auch viiieeeel mehr) absolviert haben, aus unseren zwei „Neuen“ (Till und Adam) und aus „den Schweizern“ Uerli und Cornel (haben jeder auch schon mindestens einen absolviert). Leider kann Christian dieses Jahr nicht mit dabei sein. Macht aber nichts...2018 wird es auch wieder einen geben...

Tag 0

Am Mittwochvormittag machte sich ein Teil der Gruppe auf den Weg um das Quartier zu beziehen und für das leibliche Wohl aller zu sorgen. Am Abend holten wir unsere Startunterlagen und schauten uns das Stadion an, in dem wir die nächsten Tage verbringen würden.

Tag 1

Am frühen Morgen stießen die beiden Schweizer zu uns, sodass unsere Gruppe nun komplett war. Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir unsere 7 Sachen und fuhren ins Stadion. Wie immer gab es das große wiedersehen mit den vielen bekannten Gesichtern. Unter anderem trafen wir Corinna wieder, die lange Zeit in unserer Trainingsgruppe trainierte.

Dann ging es auch direkt los mit den 60m Läufen. Obwohl bei den Sprintdisziplinen die meistens Punkte zu holen sind, geht es für viele von uns hauptsächlich darum, sich auf der ungewohnt kurzen Strecke nicht zu verletzen. Trotzdem gab jeder sein Bestes und am Ende standen für jeden gute Zeiten an der Wertungstafel. Verletzt hat sich natürlich keiner!


Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann schon auf die 1500m, die uns schon besser liegen sollten. In der Mittagshitze starten Cornel und Ueli im zweiten Lauf und gestalten das Rennen von Beginn an vorne mit. Bei den Frauen gibt es kein weniger spannendes Rennen. Hier duelliert sich Corinna mit zwei anderen Läuferinnen an der Spitze (unter anderen mit einer deutschen Vizemeisterin im 400m Hürdenlauf) und kommt als Zweite ins Ziel. So ging es auch bei den folgenden Läufen weiter. Überall wird um jede Sekunde gekämpft, die nach jedem Lauf in wertvolle Punkte umgerechnet werden.

Wir nutzen die Mittagspause, um uns etwas auf den Schlafmatten auszuruhen. Für die anschließenden 400m war nochmal volle Konzentration gefragt (natürlich helfen schnelle Beine auch). Weniger als 60 sec und einem zerstörten Startblock später war Cornel auch schon als erster von uns im Ziel. Schnell hintereinander erfolgten die weiteren Startschüsse, sodass alle die letzte Stadionrunde des Tages zügig hinter sich bringen konnten. Nach dem Auslaufen (für die weiterhin schnellen Beine am nächsten Tag) ging es zum Abendessen und danach wieder zurück ins Quartier. Jetzt geht es ans Entspannen und lockern (Whirlpool und Sauna machen es möglich). Morgen früh geht es schon mit den 100m, 3000m und 800m weiter.


Tag 2

Der Tag startete wie der andere auch. Um 7 Uhr gemeinsames Frühstück in großer Runde und anschließend direkt zum Stadion, denn die 100m Läufe starteten bereits um 9 Uhr. Scheinbar haben die 2 Starts aus den Startblöcken am gestrigen Tag Wunder bewirkt. Gekonnt schwangen sich die Athleten aus den Startblöcken, sodass es auch hier wieder Persönliche Bestzeiten regnete. Am besten kam Adam aus dem Startblock. So siegte er in seinem Lauf und belegte den 8. Platz in der 800m Gesamtwertung. Die anderen taten es ihm gleich und erliefen sich großartige Zeiten.

Nach einer einstündigen Pause ging es weiter mit der Langstrecke. Da die Sonne bereits den ganzen Tag hoch am Himmel stand, war es auf der Bahn entsprechend heiß. Direkt auf der Bahn zeigte das Thermometer über 40 Grad Celsius an. Aber meckern hilft nix... Wir gingen natürlich trotzdem auf die Strecke. Vorne weg ging Cornel im Ersten Lauf auf die Strecke. Zu Beginn setzten sich gleich zwei Läufer vorne ab und liefen ein einsames Rennen an der Spitze. Cornel sortierte sich in der Verfolgergruppe ein und konnte zum Schluss sogar noch das Tempo erhöhen. Der Lohn: ein vierter Platz in seinem Lauf... Auch die anderen spulten schweißüberströmt ihre Runden ab. Aufgrund des Wetters waren hier nicht viele Bestzeiten zu erwarten. Während den Läufen wurde diese Annahme bestätigt, den normalerweise wird auf 3000m nicht sehr häufig zu Wasser oder nassen Schwämmen gegriffen. Heute war dies aber doch häufig der Fall. Und für morgen und Sonntag sind nochmal höhere Temperaturen vorhergesagt!

Die große Pause vor den 800m nutzten wir nicht nur zum Auffüllen unserer Nahrungsmittelvorräte, sondern auch zum Erholen. So wurden die Isomatten ausgepackt und die Beine hochgelegt.

Auch vor den 800m hatte sich die Wettersituation nicht verbessert. So langsam merkte man auch, dass die Beine nach dem Einlaufen nicht mehr richtig locker wurden. Kurz um: für alle waren die zwei Stadionrunden eine einzige Qual. Im Ziel konnte man aber dann wieder die Erleichterung sehen. Der zweite Tag ist geschafft und wir haben nur noch 4 Strecken vor uns...



Tag 3

Der dritte tag sollte der heißeste werden. So hatten wir, um 9 Uhr früh, bei den 200m schon 22 Grad und pure Sonne. Als wäre das nicht schon genug, blies außerdem der Wind auf der Zielgraden von vorne. Die Läufe liefen eher unspektakulär ab...man merke die allgemeine Erschöpfung bei allen Athleten.

Kurz darauf stand die zweit längste Strecke auf dem Plan. Im ersten Lauf gingen Ueli und Cornel an den Start. Trotz der müden Beine erliefen sich die beiden, in einem sehr schnellen Rennen, einen sehr guten 3. und 4. Platz. Till und Adam konnten sich durch ihren guten Lauf weiteren Vorsprung auf ihren Konkurrenten erlaufen. Somit konnten die beiden in den folgenden Läufen ihren Abstand nur noch „verwalten“.

Bei den abschließenden 1000m war die Temperatur am höchsten (31 Grad Luft- und 43 Grad Streckentemperatur). Wer jetzt etwas von persönlichen Bestzeiten hören möchte, der sollte nicht weiterlesen. Den unter diesen Witterungsbedingungen und nach 8 Disziplinen waren diese nicht zu erwarten.

Am Abend fand die obligatorische Athletenparty statt. Bei asiatischem Essen und guter Musik wurde sich unterhalten und auch das Tanzbein geschwungen (zumindest im Rahmen der physischen Machbarkeit).



Tag 4

Die Hoffnung auf ein gemütliches Auslaufen über die 25 Stadionrunden verflog bei den meisten schnell. Durch das Gewitter am Morgen war die Luft zwar etwas kühler, aber umso feuchter. Normalerweise passiert im abschließenden 10.000m Lauf nicht mehr viel. Die Plätze in der Gesamt- und Altersklassenwertung stehen meistens fest. Dieses Jahr gab es allerdings noch viele Positionsveränderungen. Bei den Männern gab noch einen Platzwechsel an der Spitze und bei den Frauen kam es zu einer seltenen Situation. Nach allen 10 Disziplinen gab es zwei punktgleiche Zweitplatzierte Damen.

Letztendlich war es wieder einmal eine tolle Zeit. Neue Bekanntschaften wurden geschlossen und viele die zum ersten Mal dabei waren, möchten nächstes Jahr wieder dabei sein. Dann treffen wir uns im beschaulichen Winterlingen (Baden-Württemberg) wieder.


Julian

Julian Barner für www.osc-leichtathletik.de, 25 May 2017

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